Ein weiser Rabbi aus Deutschland und sein Lieblingsort in Bethel

Israel: Bethel, Rabbi Bohrer  (Foto: Michael Voß)
Israel: Bethel, Rabbi Bohrer  (Foto: Michael Voß)
Es war faszinierend, diesem Mann zuzuhören: Rabbi Bohrer stammt aus Deutschland und ist vor langer Zeit nach Israel ausgewandert. In seinem Wohnort Bethel entdeckte er die Gegend, in dem die biblische Geschichte der Himmelsleiter spielt. Sein Lebenswerk ist die Ausgrabung rund um diesen Ort. Diese stellte er unserer Reisegruppe vor. Wir fragten ihn auch, wie er die aktuelle Situation in Israel sieht. Seine Antwort ist für mich die beste Beschreibung dieser Situation.

„Es ist besser, keine Entscheidung zu treffen, als eine falsche Entscheidung.“
Rabbi Bohrer

Die Geschichte von der Himmelsleiter in Bethel

Israel: Bethel (Foto: Michael Voß)
Israel: Bethel (Foto: Michael Voß)
Aber Jakob zog aus von Beerscheba und machte sich auf den Weg nach Haran und kam an eine Stätte, da blieb er über Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein von der Stätte und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich an der Stätte schlafen. Und ihm träumte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Und der Herr stand oben darauf und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und Süden, und durch dich und deine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe. Als nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Fürwahr, der Herr ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht! Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Steinmal und goss Öl oben darauf und nannte die Stätte Bethel; vorher aber hieß die Stadt Lus. Und Jakob tat ein Gelübde und sprach: Wird Gott mit mir sein und mich behüten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der Herr mein Gott sein. Und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Steinmal, soll ein Gotteshaus werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.
Die Bibel, 1. Mose 28,10-22

360-Grad-Überblick über die Ausgrabungen

Danach brach er von dort auf ins Gebirge östlich der Stadt Bethel und schlug sein Zelt auf, sodass er Bethel im Westen und Ai im Osten hatte, und baute dort dem Herrn einen Altar und rief den Namen des Herrn an.
Die Bibel, 1. Mose 12,8

Die Umgebung

Die Siedlung

Ich bin der Gott, der dir zu Bethel erschienen ist, wo du den Stein gesalbt hast, und du hast mir daselbst ein Gelübde getan. Nun mach dich auf und zieh aus diesem Lande und kehre zurück in das Land deiner Verwandtschaft.
Die Bibel, 1. Mose 31,13

Von Bethel machen wir uns auf dem Weg nach Shilo, wo einstmals auch für längere Zeit die Stiftshütte der Israeliten stand.

Landkarte mit den unterschiedlichen Stationen der Reise

2 Antworten auf „Ein weiser Rabbi aus Deutschland und sein Lieblingsort in Bethel“

Kommentare sind geschlossen.