Guatemala – zwischen Korruption und Wahl

Unterwegs auf einer Kaffee-Finca in Antigua de Guatemala
Unterwegs auf einer Kaffee-Finca in Antigua de Guatemala

Heute gibt es einige interessante Wahlen, die eigentlich kaum jemand so richtig beobachtet. Ich möchte einfach mal die Aufmerksamkeit nach Guatemala richten.

Da wird eine neue Präsidentin oder ein neuer Präsident gewählt. Gegen alle Kandidaten laufen oder liefen Prozesse wegen Korruption. Die aussichtreichste Kandidatin – mitte-links im politischen Spektrum – hat sich von ihrem Mann, einem ehemaligen Präsidenten, scheiden lassen, um kandidieren zu dürfen, was für Angehörige ehemaliger Staatsoberhäupter eigentlich ausgeschlossen ist, so aber legal wird. Die Generalstaatsanwältin, die u.a. unter Lebensgefahr den vorletzten Präsidenten und seine Stellvertreterin wegen Korruption hinter Gitter bekommen und als einzige mit der Antikorruptiosorganisation der UN zusammengearbeitet hat sowie überall als “sauber”gilt, Thelma Aldana, darf aus fadenscheinigen Gründen nicht kandidieren. Dahinter steht wahrscheinlich der amtierende Präsident, ehrmaliger Komiker und Fernsehstar, der im Auftrag ultrarechter Militärs handelt. Es klingt wie ein Thriller. Aber es ist Realität.

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Wahlbehörde ordnet Neuwahl für Istanbul an

Mehr als einen Monat nach der Bürgermeisterwahl in der Türkei hat die türkische Wahlkommission die Abstimmung in Istanbul annulliert und eine Wiederholung angeordnet. Damit gab sie am Montag einem Antrag der Regierungspartei von Präsident Recep Tayyip Erdoğan statt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Die Wahlkommission hatte den Wahlsieg des Oppositionspolitikers Ekrem Imamoğlu im April anerkannt, allerdings könnte ihm das Mandat nun wieder abgenommen werden.

Quelle: Eilmeldungen – SZ.de
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