Fünf Jahre Apps

MDR INFO, 11.07.13
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Apps hört man heute überall. Das Wort ist im Trend. Jetzt feiert es seinen 5. Geburtstag. Apps gibt es  nicht nur bei Apple, sondern inzwischen für alle neuen Handys.

Fünf Jahre alt und unheimlich erfolgreich: die App. Hinter den kleinen bunten Knöpfen – Verzeihung: Buttons! – auf dem Handy verstecken sich die wohl gewinnbringendsten digitalen Erfindungen der letzten Jahre. Aus dem  App Store, wo alles 2008 losging, werden heute pro Sekunde 800 Apps heruntergeladen. Um es plastisch zu machen: Das sind bis zum Ende dieses Beitrages rund 120-tausend Apps, die ihren Weg auf ein iPhone finden. Zehn Milliarden Dollar sind so nur bei Apple schon an die App-Hersteller geflossen.


Steve Jobs, der Apple-Gründer, wollte anfangs überhaupt keinen App Store haben. Er befürchtete einen zu großen Einfluss von außen durch die App-Programmierer in anderen Firmen. Doch es war eines der wenigen Male, wo er sich überzeugen ließ. Und so kam der Startschuss dann doch. Zunächst waren es etwas über 500 Anwendungen. Doch es ging rasant aufwärts.

So rasant, dass es die Apps – eigentlich applications  oder eingedeutscht Applikationen – inzwischen nicht nur bei Apple gibt. 2011 eröffnete auch Amazon seinen Appstore . Im Gegensatz zum Original schreibt der Versandhändler das Wort ohne Lücke zwischen den Wortteilen. Apple zog wegen der Namensgleichheit vor Gericht – und nahm die Klage gestern zurück. Worauf man sich geeinigt hat, ist bislang nicht bekannt.

Auch beim Google-Betriebssystem Android gibt es Apps. Microsoft hat die App-Philosophie im letzten Jahr bei Windows 8 auch auf in die PC-Welt gebracht, denn ursprüngliche gab es Apps nur auf mobilen Geräten wie Handys und später Tablet-Computer.

Apps sind nichts anderes als kleine Programme. Es gibt Apps für jeden Geschmack. Standard ist wohl inzwischen die Facebook-App. Doch jeder Einzelhändler, der etwas auf sich hält, bringt inzwischen eine eigene App heraus. Oft verstecken sich dahinter die verkleinerten Abbildungen des normalen Internetauftritts der Firma. Es gibt aber auch die sogenannten nativen Apps. Das sind wirklich gebaute Programme, die auf kleinsten Raum  große Dinge bewältigen. Videoschnitt, Fotobearbeitung, Standortsuche  und Navigationsprogramme. iPhone und die Android-Geräte können sogar sprechen und verstehen auch bestimmte Phrase. So ist ein bislang sehr eingeschränkter Dialog sogar mit dem Handy möglich. Eine Frage an mein Handy:

Erzähle mir einen Witz….

Warum wurde ihnen der Führerschein entzogen? Ich habe einen Geisterfahrer überholt…

(c) Michael Voß, www.michael-voss.de

Author: Michael Voß

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