Chayns – Gratis-App für jedermann

MDR INFO, 20.03.14
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Apps sind derzeit total angesagt. Eine Firma ohne dieses kleinen Programme für Smartphones und Tablets  – die gibt es kaum noch. Und die Programmierer verdienen daran sehr gut. Bis jetzt. Nun gibt es nämlich eine App, die in der Grundfunktion – und die reicht aus – vollständig kostenfrei programmiert wird. Wie? Das habe ich versucht herauszubekommen.

Dieter van Acken (Foto: Voß)

Dieter van Acken ist einer der wenigen Pressesprecher, der mit seinem Handy während des Gespräches spielen darf, ohne dass es stört. Er stellt etwas vor, was seiner Firma – Tobit-Software – eigentlich kein Geld bringt.

Das besondere an Chayns ist, das wirklich jeder, der eine eigene Facebook-Seite betreibt, auch seine eigene App bekommen kann. Das heißt also, jeder, der irgendetwas mitzuteilen hat, macht das nicht mehr in seiner Sozialen Plattform, sondern er macht das direkt über das Gerät, über das Smartphone, und zwar über das Smartphone des Kunden.

Grundversion reicht für den Normalbetrieb

Was Dieter van Acken beschreibt, ist eine sogenannte Push-Funktion. Sobald eine neue Status-Meldung auf der Facebook-Seite veröffentlicht wird, piept es auf allen Handys und Tablets, die die App zu der Seite abonniert haben und es erscheint eine Meldung auf dem Display. Und, was wichtig ist, die App kostet in der Grundversion überhaupt nichts, obwohl sie speziell für den Anbieter programmiert wird. Die Grundversion reicht, um beispielsweise ein Unternehmen vorzustellen: Neben der Push-Funktion werden alle bei Facebook veröffentlichte Texte und Fotos in Galerien vollständig angezeigt. Außerdem lassen sich Termine veröffentlichen. Eine vollständige App, die schnell programmiert ist. Voraussetzung ist, dass man auf seiner Facebook-Seite mindestens 100 Nutzer hat, die „Gefällt mir“ geklickt haben. Und dann geht alles ganz schnell.

Ich gehe auf eine Web-Seite, die heißt tobit.com/chayns und da sage ich: „Ich bin Administrator einer Facebook-Seite und auf dieser Facebook-Seite möchte ich jetzt etwas installieren – ein kleines Progrämmchen.“  Und das sorgt dafür, dass alles automatisch generiert wird. Heißt also: Ich muss nur noch sagen, ich möchte ein Logo, ein Banner, ich möchte zwei Zeilen Text hochladen und dann ist in wenigen Tagen die App in allen Appstores zur Verfügung.

Module können die App verbessern

So sieht die fertige App aus (Foto: Voß)

Und aus diesen Digitalen-Geschäften können sich die Kunden oder Interessierte die frisch programmierte App herunterladen und auf ihren mobilen Endgeräten installieren. Wer jetzt als Anbieter Zusatzfunktionen braucht, kann auf bereits fertige Module zurückgreifen, oder lässt sich durch einen Programmierer etwas Eigenes bauen.  Ein fertiges Modul ist zum Beispiel eine Speisekarte, aus der man heraus direkt bestellen kann. Sehr praktisch für kleine Gastronomiebetriebe, die mit wenig Personal arbeiten, ihren Kunden aber trotzdem einen schnellen Service bieten wollen. Doch bei diesen Zusatzfunktionen kann man Geld los werden – hier verdient Tobit-Software an dem Produkt.

Es gibt sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Zusatzfunktionen. Und das entscheidet man selber, welche Funktion man einsetzen möchte.

Pressesprecher Dieter van Acken schwärmt dabei über die vielen Zusatzfunktionen von denen auch die eigenen Firmen-App lebt.

Doch auch ohne diese Funktionen ist die App voll und auch zeitlich uneingeschränkt nutzbar.

(c) Michael Voß, www.michael-voss.de

Author: Michael Voß

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