Lebensnerv einer Stadt: der Hamburger Hafen

Hafen Hamburg
Hafen Hamburg
26.08.10 – Der Hamburger Hafen ist der Lebensnerv der Stadt. Von den Landungsbrücken aus lässt sich dies ganz gut nachempfinden, wie diese Bilder zeigen (Zum Vergrößern bitte anklicken!). Ich bin hier immer wieder gern unterwegs

Runter in den Bunker

Eingang zum Schutzraum am Blockplatz (Foto: Michael Voß)

Total unauffällig ist dieses Gebäude in Berlin. Es sieht aus wie ein Trafohäuschen oder wie ein Kiosk. 50 Meter weiter  südlich steht ein exaktes Abbild. Aus beiden Gebäuden geht es auf jeweils zwei Treppen hinunter in den Bunker am Berliner Blochplatz. Ich darf die Treppen heute nutzen. Es ist ein interessanter, aber total erschreckender Spaziergang in die Berliner Unterwelt.

Zwischen der Straße und dem darunter liegenden U-Bahntunnel entstand vor dem Zweiten Weltkrieg ein Bunker. Von diesem Bunker gelange ich über eine unauffällige Tür in die U-Bahn Station Gesundbrunnen. Von dort geht es mit der U8 eine Station weiter in die Pankstraße.

Bunker in der Pankstraße

Gänge im Bunker in der U-Bahnstation Pankstraße (Foto: Michael Voß)

Dort befindet sich ein weiterer Bunker, der Ende der 1977 erbaut wurde. Viel moderner, aber ebenso bedrückend wie die erste Anlage. Hier sollen im Ernstfall über 3.000 Menschen leben. Genutzt wird der gesamte Bahnhofsbereich – von der Schalterhalle an abwärts. Außerdem gibt es zahlreiche Räume und Gänge im nichtöffentlichen Bereich. Die Menschen, die hier Schutz suchen, können entweder in vierstöckigen Betten schlafen oder in im U-Bahnhof in bereitgestellten Zügen sitzen. Alles ist ein sehr ausgeklügeltes System. Doch bei mir bleibt ein sehr beklemmender Eindruck. Wie wäre es gewesen, hierin einer der wenigen Überlebenden zu sein, trotzdem die Oberfläche aber zunächst einmal nicht mehr aufsuchen zu können?

Die Anlagen sind inzwischen außer Betrieb und werden durch den Verein Berliner Unterwelten e.V. erhalten.

(c) Michael Voß, www.michael-voss.de

Nach 19 Jahren noch einmal an der U-Bahn-Kurbel

“Der fährt ja wie ein junger Gott”, meinte anerkennend Hermann Viereck, Abteilungsleiter bei der U-Bahn, und sah dem 84jährigen Heinrich Voss aus dem Altersheim Heimfeld über die Schulter. Voss, der rüstige Rentner mit dem flotten Bärtchen auf der Oberlippe, “steuerte” den ältesten U-Bahn-Wagen Hamburgs (mit der Nummer 220) zügig um den Ring – gestern zwischen 15.20 und 16 Uhr. Auf den Bahnsteigen entsetzte Blicke und spöttische Kommentare: “Nun schiebt die Hochbahn schon ihre ältesten Vehikel auf die Strecke und stellt Opis als Fahrer ein . . .”
Quelle: Hamburger Abendblatt
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