Google hatte kurzzeitig Probleme

Google hatte am Abend offenbar weltweit Probleme. Störungen gab es im Bereich Gmail, dem E-Mail-Dienst von Google (The Verge u.a), Google Talk, Google Drive und mit dem Chrome-Browser. Bei mir waren ein paar Seiten offline.

Bei Twitter setzte ein Pressesprecher von Google diesen Text ab.


Eine Frage bleibt nach diesem kurzen Blackout allerdings: Wie eng ist der Chrome-Browser mit den Google-Servern verbunden? Warum stürzt er gleichzeitig ab?

(c) Michael Voß, www.michael-voss.de

Verbraucherzentrale klagt gegen Facebook

MDR INFO, 10.12.12
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Klagen über Facebook gibt es genug. Klagen gegen Facebook weniger. Nun klagt die Verbraucherzentrale, der Bundesverband in Berlin. Es geht – wie so oft – um mangelnden Datenschutz.

Die Verbraucherzentrale hatte Facebook bereits abgemahnt. Das Ergebnis: Kein “Gefällt mir”-Klick, sondern viel schlimmer: Keinerlei Reaktion. Nur wurde Klage eingereicht gegen Facebook in Irland – denn dort sitzt die Europazentrale des Anbieters. Konkret geht es um das bei Facebook vorhandene App-Zentrum. Hier gibt es Spiele und sonstige Zusatzfunktionen, die von Fremdfirmen programmiert und betrieben werden. Alles natürlich mit der Erlaubnis und mit viel Hilfe von Facebook.  Aus diesem App-Zentrum wandern Daten der Facebook-Nutzer hinüber, zu den Fremd-Firmen, ohne das die Nutzer ausreichend informiert werden – findet zumindest  Carola Elbrecht vom Bundesverband der Verbraucherzentralen:

Standardmäßig steht hier immer, dass allgemeine Informationen weitergegeben werden an den Betreiber. Dann oftmals auch die E-Mailadresse, irgendwelche Statusmeldungen, aber auch Spielstände und mehr. Also, ist noch völlig offen formuliert. Wir wissen auch nicht, was das heißt, wenn noch mehr Daten weitergegeben werden. Da ist natürlich völlig intransparent.

MDR INFO probierte dies einmal aus. Die eigene E-Mailadresse wird offenbar standardmäßig an die Fremdanbieter weitergeleitet. Außerdem  – so wörtlich – “allgemeine Informationen”. Ein Klick auf das dahinter liegende Fragezeichen führt auf eine neue Seite namens “Datenverwendungsrichtlichtlinie“. Hier heißt es – und es wird im Facebook-Jargon sofort gedutzt -, dass die Anbieter  „unter anderem deine Nutzerkennnummer sowie die Nutzerkennnummern deiner Freunde und deine öffentlichen Informationen“ erhalten. Mit anderen Worten: In dem Moment gibt man nicht nur seine eigene Identität Preis, sondern auch die seiner Freunde. Im Zusammengang mit der E-Mailadresse, die oftmals den tatsächlichen Namen beinhaltet, erhalten die Spieleanbieter damit ungeahnte Möglichkeiten.

Es ist durchaus möglich, dass dann aus den unterschiedlichsten Quellen dann eben diese Daten zusammengeführt werden. Dann bin ich nicht nur Lieschen, auf Facebook, sondern heiße Lieschen Müller. Mann kann dann schnell darauf schließen, dass ich seit fünf Jahren einen festen Freund habe, 1980 geboren wurde und Krimis gerne lese. Und dann wird’s natürlich schon datenschutzrechtlich problematisch.

Facebook schickte MDR INFO lediglich eine schriftliche Stellungnahme. Darin zeigte man sich erstaunt darüber, dass die Verbraucherzentrale öffentliche Gelder nutze, um rechtliche Schritte zu kleinen Detailfragen einzuleiten. Außerdem wird auf die bereits erwähnte “Datenverwendungsrichtlinie” hingewiesen.

Wir stellen umfassend transparente Informationen und Kontrollmöglichkeiten hinsichtlich der Frage, wie Applikationen auf Facebook funktionieren, zur Verfügung und erklären dies ausführlich in unserer Datenverwendungsrichtlinie.

Mit keinem weiteren Wort erklärt Facebook allerdings, weshalb die Vorwürfe der Verbraucherzentrale über die schlechte Information unzutreffend seien.

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Bitterfeld-Wolfen: Datenschutz geht zur Schule

MDR INFO, 06.12.12
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In Bitterfeld setzt das Europagymnasium “Walter Rathenau” auf eine neue Ausbildung im Datenschutz für alle Schüler. Das Projekt “Datenschutz geht in die Schule” läuft zur Zeit in Zusammenarbeit mit dem Stadtwerken Bitterfeld-Wolfen.

Tatort: Internet, Tatumfeld: Schule, Tatvorgang: Cybermobbing – die üble Nachrede im Internet.  Florian Fiedler ist Schulsprecher am Europagymnasium Bitterfeld. Er hatte sich im sozialen Netzwerk “Schüler CC” ein Profil angelegt und dann passierte es.

Zwei Tage später hat dann irgendjemand mit irgendeinem Bild, was er von mir hatte, so ein gleiches Profil, Fakeprofil nennt sich das, von mir erstellt und ist dann damit irgendwo im Internet rumgegangen. Das war natürlich extrem scheiße, um das mal so auszudrücken. Man kann nichts dagegen machen. Keiner weiß, wer ist jetzt der richtige und wer nicht.

Idenditätsklau wird so etwas auch genannt. Und davon kann seine Schulsprecherkollegin Ann-Christin Spikale ebenfalls erzählen.

Auch jemand in meinem Alter, der hat eigentlich nur ne abfällige Bemerkung über jemanden gemacht, und schon wurde ein Fakeprofil erstellt. Da wurde das Bild verunstaltet, auch irgendwelche Bemerkungen in diesem Internetprofil getätigt, die eigentlich nicht der Wahrheit entsprachen, das war schon ziemlich krass.

Noch schlimmer ist es, wenn Freunde untereinander ihre Passwörter für Facebook und Co. austauschen. Nach manch einer geplatzten Freundschaft wurde dann sogar das richtige Profil vom ehemaligen Freund geradezu gekapert und verändert.

Für Schulleiter Eckardt Appenrodt sind das ganz wichtige Probleme, die über die Schule hinaus weit in das private Umfeld seiner Schüler reinreichen. Doch für Schulen ist es mit Lehrplänen, die zehn Jahre alt sind, schwer, den Schülern hier etwas Neues beizubringen.

Die Hauptprobleme sind ganz einfach, dass wir einen technischen Fortschritt heute sehen bei Schülern, bei technischen Geräten, bei sozialen Netzwerken, die uns als Schulen eigentlich überfordern.

Deshalb läuft an seiner Schule jetzt ein dreiwöchiges Projekt. Alle Schüler, Lehrer und sogar viele Eltern am Europagymnasium werden durch einen Profi in Sachen „Datenschutz“ geschult. Möglich wurde dieses durch Hilfe von außen. Die  Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen stellen ihren externen Datenschutzbeauftragten zur Verfügung. Seine Unterrichtstunde ist unterhaltsam, insbesondere, wenn er plötzlich Namen der Schüler aufruft, ihnen erzählt, wann sie Geburtstag haben, was sie am Vortag erlebten und mit wem sie noch so befreundet sind. Volltreffer.  All sein Wissen hat er aus Netzwerken. Für den Datenschützer Thomas Glauer ist es eine wichtige Aufgabe.

Also ich, wie auch manche meiner Kollegen, wir machen dieses Thema „Datenschutz geht in die Schule“, deswegen, weil wir der Meinung sind, das es wichtig. Das die Kinder schlicht und ergreifend informiert werden müssen, was für Risiken, aber auch was für Chancen das draußen im Internet und bei den Neuen Medien lauern.

Eine Privatinitiative, die im wahrsten Sinne des Wortes Schule macht. Bundesweit sind inzwischen 40 andere Datenschützer zum Teil in ihrer Freizeit in Schulen unterwegs.

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“Liebe Verleger, zeigt mehr Leistung!”

MDR INFO, 30.11.12
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Der Bundestag hat in der Nacht das sogenannten „Leistungsschutzrecht“ in die Fachausschüsse verwiesen. Dabei geht es um den Schutz der im Intenet veröffentlichten Zeitungsartikel, wenn etwas Suchmaschinen wie Google Teile davon zitieren und zu Nachrichtenübersichten verarbeiten. Ein Kommentar dazu von mir lief heute bei MDR INFO.

Das Leistungsschutzrecht ist quasi „Guttenberg rückwärts“. Es geht nicht darum, dass ein Inhalt einfach kopiert wird und damit der Doktor-Titel oder etwa Einnahmen erwirtschaftet werden.

Nein.

In diesem Fall geht es darum, dass Suchmaschinen im Internet korrekt die Überschrift des Artikels sowie zwei, drei Sätze aus dem Inhalt zitieren und mit einem Link sogar auf die richtige Quelle verweisen. Beim Anklicken ist man dann auf der Originalseite. Diese Art des Zitierens soll nun Geld kosten.

Für mich ist das großer Quatsch: Die Leistungen der Autoren werden bereits durch das Urheberrecht geschützt. Hier geht es um etwas anderes: Die Zeitungsverleger  sollen plötzlich doppelt verdienen. Einmal an der Werbung auf ihren Seiten – das ist ok. Und zum anderen daran, dass Suchmaschinen, wie Google, die Nutzer erst zu den Seiten hinbringen. Das ist nicht ok.  Denn Google und Co. sorgen doch mit der Weiterleitungsfunktion für noch mehr Leser auf den Seiten der Zeitungen und Zeitschriften.

Seien wir doch einmal ehrlich: Wenn Sie etwas im Internet suchen, dann googlen Sie. Genauso wie ich als Journalist auch. Sie und ich lassen durch die Suchmaschine ein Angebot erstellen, aus dem wir nun auswählen. Weder Sie noch ich bleiben auf der Google-Seite, um uns über ein Thema genau zu informieren. Oder? Denn wenn uns die Überschrift und die Einführungssätze interessieren, klicken wir darauf und landen auf der Originalseite – also auch auf dem Zeitungsartikel, da, wo der jeweilige Verlag zu diesem Zeitpunkt Geld von den Anzeigenkunden verdient, weil wir als Besucher gezählt werden.

Dafür, dass uns Google zu der Zeitungsseite geführt hat, soll jetzt Google Geld an die Zeitung zahlen. Das ist doch schlichtweg Unsinn.

Die Zeitungsverleger argumentieren, dass wir Internetnutzer nur auf der Suchseite, beispielsweise bei Google-News bleiben, die Übersicht lesen und nicht weiterklicken. Deshalb verdiene nur die Suchmaschine an ihrer Werbung, nicht aber der Verlag an der Werbung dort.

Da muss ich ganz klar sagen: Liebe Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, sorgen Sie dafür, dass ihre Themen so interessant sind, dass man auch darauf klickt. In dem Wort „Leistungsschutzrecht“ steht „Leistung“. Zeigen Sie inhaltliche Leistung – ihre Redakteure können das doch!

Und ein Wort noch: Vor kurzem haben Sie, liebe Zeitungsverleger, dafür gesorgt, dass ARD und ZDF zigtausende Internetbeiträge löschen mussten, weil sie eine werbungsfreie und damit angenehmere Alternative zu ihrem Internetangebot waren. MDR INFO darf einen Großteil seiner Beiträge beispielsweise nur noch maximal sieben Tage im Internet lassen, dann müssen sie gelöscht werden.

Erst ARD und ZDF –jetzt Google. Per Gesetz lassen Sie sich ihre Konkurrenten vom Leib halten, damit Sie, als die Dinosaurier der Medienwelt, nicht weiter untergehen.

Aber Sie könnten diesmal Pech haben, liebe Verleger: Wenn das Leistungsschutzgesetz beschlossen wird und die Suchmaschinen darauf verzichten sollte, auf Ihre Artikel zu verlinken, dann könnte es sein, dass Sie über erheblichen Besucherrückgang auf ihren Seiten wundern werden.

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Zeitungsverlage: Dinosaurier in ihrem letzten Kampf

Gegen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gab es den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag und eine damit angeordnete riesige Löschaktion bei den kostenfreien Internet-Angeboten von ARD und ZDF. Nun folgt das Leistungsschutzrecht: Google soll künftig für eine Verlinkung auf die Angebote der Verlage bezahlen. Beides ist das Ergebnis massiver Lobbyarbeit der deutschen Zeitungen und Zeitschriften. Deren Verleger sind Dinosaurier der heutigen Zeit, die ihren letzten Kampf antreten. Schade, dass sie es dabei mit der Marktwirtschaft nicht so genau nehmen. Die Energie hätten sie lieber in das Internet stecken sollen.

Ich unterstütze deshalb die Google-Aktion für ein weiterhin freies Internet in Deutschland und gegen das geplante Leistungsschutzrecht.

Google-Video

Weiterführende Links

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Abmahn-Anwalt wegen Erpressung angeklagt

MDR INFO, 26.11.12
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“Eine Abmahnung ist legale Erpressung” – so lautet ein geflügeltes Wort. Und nun gibt es sogar eine Anklage wegen Erpressung gegen einen Berliner Abmahn-Anwalt. Abmahnungen sind vom Gesetzgeber gewollt, doch sie werden ganz offensichtlich auch ausgenutzt. Im aktuellen Fall geht es um den Vorwurf der Erpressung in 15 Fällen.

Die Internetseite der Berliner Rechtsanwaltskanzlei  sieht seriös aus. Doch sie fällt mit ungewohnten Angeboten auf: Abmahn-Flatrate und Abmahn-Schutzbrief sind da im Angebot. Die Flatrate gibt es zum Beispiel für 40 bis 69 Euro im Monat. Dafür erhält der Mandant  eine automatische Anpassung der Texte an sich ändernde Gesetzeslagen, eine entsprechende Überprüfung des Internetsauftritts und einen Premium-Newsletter. Auf der Internetseite gibt es außerdem eine Notfallrufnummer “Soforthilfe bei Abmahnungen”.

Der Autor der Seite, einer der beiden Rechtsanwälte der Kanzlei, weiß sehr genau, wovon er schreibt. Nun gibt es eine Anklage gegen ihn. Der Pressesprecher für das Amtsgericht Tiergarten, Tobias Kehne, mit Einzelheiten:

Es ist so, dass einem Rechtsanwalt vorgeworfen wird, zu Unrecht Abmahnungen abgeschickt zu haben. Er soll jeweils im Namen von angeblichen Mandanten, die ihn in Wahrheit gar nicht beauftragt haben, Abmahnungen an andere Gewerbetreibende verschickt haben, und soll jeweils zu Unrecht Zahlungen von Beträgen zwischen 650 und gut 1.000 Euro verlangt haben. Und er soll auch in diesen Fällen jeweils angedroht haben, dass, wenn nicht unverzüglich bezahlt wird, er dann klagen würde.

Mit anderen Worten: Rechtsanwalt S. hat sein Wissen an seine Mandanten weitergegeben, um sie zu schützen. Aber er hat das Wissen offenbar auch genutzt – so der Vorwurf -, um Nicht-Mandaten abzuzocken. In 15 Fällen lautet der Vorwurf sogar auf Erpressung, wie Gerichtssprecher Tobias Kehne bestätigt.

Die Staatsanwaltschaft geht offensichtlich davon aus, dass die Drohnung mit einem gerichtlichen Klageverfahren ohne jede Grundlage die Drohnung mit einem rechtswidrigen Übel ist. Das ist erstmal der Anklagevorwurf. Und ob sich das dann so bestätigt, muss natürlich vor Gericht ausverhandelt werden.

Die Gerichtsverhandlung ist für Mitte Februar angesetzt. Doch Rechtsanwalt S., so ist von Betroffenen zu hören, verschickt inzwischen bereits neue Abmahnungen.

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Ein Vertrag zwischen Eltern und Kinder zu den Internetgefahren

MDR INFO, 25.11.12
Vor einigen Tagen urteilte der Bundesgerichtshof, dass Eltern nicht für ihre Kinder verantwortlich sind, wenn diese Musik illegal aus dem Internet herunterladen. Voraussetzung: Sie haben die Kinder über die Gefahren des Internets und den richtigen Umgang dort aufgeklärt. Nun gibt es sogar einen Vertrag, der zwischen Eltern und Kindern geschlossen werden kann, zum Herunterladen im Internet.

Das Urteil des Bundesgerichtshofes war in Fachkreisen mit Verwunderung aufgenommen worden: Bislang waren Eltern immer für ihre Kinder verantwortlich gewesen, sobald diese illegal Musik oder Videos aus dem Internet herunterluden. Doch wie dokumentiert man jetzt als Eltern, dass man seine Kinder ausreichend informiert – oder, wie es juristisch heißt – belehrt hat? Christian Solmecke ist Anwalt in Köln und hatte eine neue Idee.

Wir haben einen kindgerechten Vertrag entwickelt, mit dem Eltern ihre Kinder belehren können und auch dokumentieren können, dass es zu einer solchen Belehrung gekommen ist. Der Vertrag ist natürlich kein Vertrag im Rechtssinne, sondern eher als Belehrung auch zu sehen.

Der Vertrag zwischen Eltern und Kind

Das Gute: Der Vertrag und das gesamte Konzept dahinter lässt sich kostenlos – aber natürlich völlig legal – aus dem Internet herunterladen.

Den Vertrag gibt es auf unserer Internetseite  wbs-law.de. Und da kann man den runterladen. Da ist auch eine Belehrung dabei und ein Hinweis auf ein ganzes Buch „Internetrecht für Eltern“, das ist über 100 Seiten lang, das verteilen wir auch kostenlos. Da kann man sich auch informieren. Und das wäre auch der erste Schritt, dass sich die Eltern mal selbst schlau machen, bevor sie ihre Kinder belehren.

Doch beim zweiten Schritte geht es dann wirklich um die Kinder. Diese sollen mit dem Thema nicht überfrachtet werden. Eigentlicher Sinn des Vertrages ist es zwar, die Eltern vor finanziellen Folgen zu schützen. Noch wichtiger ist es allerdings, die Kinder vor den Gefahren des Internets zu schützen.

Optimal wäre es natürlich,  wenn man tatsächlich Schritt für Schritt mit dem Kind bespricht. Das muss ja nicht alles an einem Tag sein. Und dann nachher vom Kind auch unterzeichnen lässt, dass es die einzelnen Punkte verstanden hat.

Dabei geht es nicht unbedingt um illegales Herunterladen, sondern meist um viel simplere, aber trotzdem schwerwiegende Probleme, wie Christian Solmecke erzählt.

Was wir täglich erleben, sind Mobbingsituationen auf Facebook. D.h. Kinder fangen an, wild andere Kinder zu beleidigen. Ein weiterer Punkt in diesem Zusammenhang ist der Identitätsklau. Offenbar neigen Jugendliche dazu, ihren Freundinnen und Freunden die Passwörter herauszugeben. Und wenn die sich dann mal zerstreiten, dann wird das ganze auch schnell gegen sie verwandt, so dass man dann die Identität übernimmt.

Und mit einer falschen Identität ist vieles möglich. Vor allem viel Schädliches.

Dieser Vertrag zwischen Eltern und Kindern hilft zwar bei der Dokumentation dessen, was den Kinder beigebracht wurde, ist aber juristisch nicht bindend. Doch das Konzept dahinter hilft Eltern und Kindern, sicherer im Internet unterwegs zu sein.

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Internetnutzung: Vertrag mit den eigenen Kindern

So könnte ein Vertrag mit den eigenen Kindern aussehen. Nach dem jüngsten Urteil des Bundesgerichtshofes können Eltern nicht mehr für Fehler ihrer Kinder im Internet bestraft werden, wenn sie ihre Kinder über die Gefahren aufgeklärt haben. Doch wie sollen sie dies nachweisen? Ich habe dazu mit Rechtsanwalt Christian Solmecke gesprochen und werde das Verfahren am Wochenende bei MDR INFO näher erklären.

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Facebook schafft die Mitsprache wieder ab

Facebook schafft die Mitsprache der Nutzer bei wichtigen Veränderungen wieder ab. In eine Mail, die an alle User verschickt wurde, heißt es:

Wir schätzen das von dir während unserer Kommentarphase erhaltene Feedback sehr, haben allerdings festgestellt, dass der Abstimmungsmechanismus ein System geschaffen hat, das die Quantität der Kommentare über deren Qualität stellt.

Über Veränderungen werde man künftig auf der Seite https://www.facebook.com/fbsitegovernance informiert. Um das Erscheinen neuer Texte mitzubekommen, müsse man dafür den dortigen “Gefällt mir”-Button klicken.

Am Nachmittag wurde ich dazu bei MDR INFO ausgefragt.

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