Notfallplan: Bahn lässt erneut Züge vor Streikbeginn ausfallen

17.10.14 – Die Deutsche Bahn AG will bereits vor Beginn des neuen Lokführerstreiks Zugfahrten ausfallen lassen. Der sogenannte “Notfahrplan” werde ab Freitagnachmittag in Kraft gesetzt, sagte ein Sprecher. Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL soll bis Montag, 2:00 Uhr, andauern.

Im Internet wurde bereits ein Notfahrplan veröffentlicht, der ab Samstag, 0:00 Uhr, gelten soll. Er ist hier zu erreichen.

Alle Informationen zum Streik gibt es hier.

Neuer Bahnstreik über das Wochenende

17.10.14 – Ab Freitag, 15:00 Uhr, wird der Güterverkehr der Deutschen Bahn AG von der Lokführergewerkschaft GDL bestreikt. In der Nacht zum Samstag, ab 2:00 Uhr wird dann auch der Pesonenverkehr bestreikt. Ein Ende des Lokführerstreiks ist für Montag, 4:00 Uhr, angekündigt.

Bahn: Weiterhin Störungen

16.10.14 – Trotz anderslautender Angaben der Bahn gibt es weiterhin Verspätungen. Der Notfahrplan, der gestern vor dem Streik für zahlreiche Zugausfälle sorgte, hat offenbar nicht dafür gesorgt, dass der Betrieb nach Streikende störungsfrei aufgenommen werden kann.

In Halle hat gegen 8:10 Uhr u.a. die S5X aus und nach Zwickau 25 Minuten Verspätung. Die S3 Richtung Leipzig fährt sechs Minuten später ab.

S-Bahn Mitteldeutschland fährt offiziell zu 97 Prozent pünktlich

Fahrgäste beschweren sich allerdings über Verspätungen

MDR INFO, 22.01.14

Es häufen sich die Beschwerden von Fahrgästen, dass die S-Bahn Mitteldeutschland extrem unpünktlich sei. Die Bahn, als Betreiber, sieht das nicht so. Ich war heute früh am Leipziger Hauptbahnhof und habe die Situation beobachtet.

Morgens um 5 ist die Welt auf dem Tunnelbahnsteig im Leipziger Hauptbahnhof noch in Ordnung. Alle Züge sind im Plan. Keine Verspätung. Bisher. Durch den City-Tunnel Leipzig fahren sechs von sieben Linien der neuen S-Bahn Mitteldeutschland. Wenn es klemmt, dann merkt man es hier sofort. Besonders kritisch ist die Zeit wochentags zwischen 6 und 8 Uhr. Hauptverkehrszeit. Von den Fahrgästen wollen wir wissen, wie zufrieden sie mit der neuen S-Bahn sind…

Ja, sehr zufrieden. – Durchaus eine Bereicherung für den Nahverkehr. – Gestern war er ziemlich viel zu spät. Also, da haben wir fast eine Stunde hier gewartet, weil angeblich ein Notfalleinsatz im Zug davor war.  – Sie hat zwar manchmal Verspätung, aber das verzeihe ich ihr mal.

Eine Großzahl der Fahrgäste ist zufrieden. Doch das Thema Verspätung taucht immer wieder auf. Kann eigentlich nicht sein, meint dagegen die Bahn. Denn es gibt Traumzahlen in der Pünklichkeitsstatistik. Pressesprecher Jörg Bönisch:

97 Prozent Pünktlichkeit bedeutet 3 Prozent Unpünktlichkeit.

Und diese Zahlen sprechen eigentlich für sich, denn es sind im Vergleich zu anderen deutschen S-Bahnstädten die besten Pünktlichkeitswerte. Aber genau die drei Prozent, die unpünktlich sind, beschäftigen die Fahrgäste. Vorgestern beispielsweise kam die S5X in Halle mit 30 Minuten Verspätung an. Doch die Statistik sagt nicht alles, denn Verspätungen unter 6 Minuten werden nicht in die Statistik mit einberechnet. Doch auch bei diesen Verzögerungen sieht es inzwischen nach inoffiziellen Messungen besser aus, bestätigt Oliver Mietzsch, Geschäftführer beim Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig. Der ZVNL beauftragt die Bahn mit den Leistungen und kontrolliert auch das Angebot.

Am Anfang, also direkt nach der Eröffnung, des Ganzen, waren wir bei etwa 65 Prozent. Da sind wir mittlerweile auch schon um die 90 Prozent.

Die Verspätungen gibt es häufig auf den Linien S4, S5 und S5X, weil diese sich die Schienen mit dem Güter- und Fernverkehr teilen. In Zwickau ist auch die Wendezeit der Züge mit sechs Minuten sehr knapp kalkuliert und reicht häufig nicht. Außerdem ist ein S-Bahntriebwagen schon vor dem Start der Mitteldeutschen S-Bahn derartig beschädigt worden, dass er dauerhaft nicht im Einsatz ist.

Doch zurück auf den Bahnsteig. Es ist kurz nach 7 Uhr heute früh. Fahrgäste warten auf ihre S-Bahn und auf Informationen.

Ja, jetzt nach 12 Minuten eigentlicher Abfahrtzeit wird tatsächlich ne Verspätung angezeigt.

Doch die Hoffnung, dass dann die nächste S-Bahn genommen werden kann, platzt kurz darauf.

Information zu S1 nach Leipzig-Messe über Leipzig-Nord, Abfahrt 7:15 Uhr, heute circa 5 Minuten später. – Das wäre die S-Bahn, die wir jetzt nehmen könnten, wenn sie pünklich gewesen wäre.

Doch dann rollt die S-Bahn ein, die eine Viertelstunde zu spät ist. Per Straßenbahn wäre der junge Mann jetzt vielleicht schon am Ziel in Leipzig-Nord gewesen, doch es fehlte die Information zur Verspätung.

Im Februar wollen Bahn und der Zweckverband als Auftragsgeber über diese Probleme und mögliche Lösungen sprechen.

(c) Michael Voß, www.michael-voss.de

Weniger Züge im Leipziger-City-Tunnel

Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig befürchtet eine Ausdünnung des S-Bahnverkehrs ab 2014. Geschäftsführer Oliver Mietzsch sagte MDR 1 RADIO SACHSEN, Grund sei die Kürzung der Mittel durch die sächsische Staatsregierung um zehn Millionen Euro.

Die Folge sei, dass das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz dann nicht, wie gemeinsam mit dem Freistaat geplant, in Betrieb genommen werden könnte. Dazu gehöre, dass der für den Leipziger City-Tunnel vorgesehene S-Bahn-Takt von fünf Minuten nicht eingehalten werden könne, so Mietzsch. Er erwarte von der Staatsregierung, dass die im Doppelhaushalt 2013/2014 vorgesehen Kürzungen zurückgenommen werden.

10-Minuten-Takt bedeutet pro Linie und Stunde eine Fahrt

Nach bisheriger Planung sollen sechs Linien durch den Tunnel fahren:

  • S1: Oschatz – Leipzig Hbf – Leipzig-Messe
  • S2: Gaschwitz – Leipzig Hbf – Bitterfeld
  • S3: Stötteritz – Leipzig Hbf – Halle-Nietleben
  • S4: Geithain – Leipzig Hbf – Hoyerswerda
  • S5: Zwickau – Leipzig Hbf – Flughafen Leipzig/Halle
  • S5X:  Zwickau – Leipzig Hbf – Halle Hbf

Das würde bei einem 10-Minuten-Takt im City-Tunnel bedeuten, dass auf jeder Linie lediglich stündlich ein Zug fahren kann. Das wiederum ist ein deutlicher Rückschritt zu aktuellen Fahrplan.

(c) Michael Voß, www.michael-voss.de

Nach 19 Jahren noch einmal an der U-Bahn-Kurbel

“Der fährt ja wie ein junger Gott”, meinte anerkennend Hermann Viereck, Abteilungsleiter bei der U-Bahn, und sah dem 84jährigen Heinrich Voss aus dem Altersheim Heimfeld über die Schulter. Voss, der rüstige Rentner mit dem flotten Bärtchen auf der Oberlippe, “steuerte” den ältesten U-Bahn-Wagen Hamburgs (mit der Nummer 220) zügig um den Ring – gestern zwischen 15.20 und 16 Uhr. Auf den Bahnsteigen entsetzte Blicke und spöttische Kommentare: “Nun schiebt die Hochbahn schon ihre ältesten Vehikel auf die Strecke und stellt Opis als Fahrer ein . . .”
Quelle: Hamburger Abendblatt
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Schüler Michael weiht die City-S-Bahn ein

Der HVV hat die 22 mit auf die Teilnehmerliste gesetzt, weil sie als jugendliche Eisenbahnfans namentlich bekannt sind. HVV-Kommentar: “Ihr Hobby muß schließlich auch mal amtlich gewürdigt werden.” Für 22 Hamburger Jungen ist heute ein ganz großer Tag. Sie sind nämlich zusammen mit 800 eingeladenen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft Ehrengäste bei einem bedeutenden Ereignis unter Tage: der Eröffnung der gesamten City-S-Bahn.
Quelle: Hamburger Abendblatt
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