Deutschland muss mit weiteren Streiks bei der Bahn rechnen

03.09.14 – Die Lokführergewerkschaft GDL hat weitere Streiks angekündigt. Am Montag hatte ein dreistündiger Ausstand rund 90 Prozent aller eingesetzten Züge getroffen. Entgegen der Ankündigung der GDL, es wären nur Güterzüge betroffen, standen hauptsächlich Personenzüge still.

Leipzig – Halle: Testzüge behindern S-Bahn

01.09.14 – Auf der S-Bahn-Linie S5X kann es ab heute tagsüber zu Behinderungen, Ausfällen und Schienenersatzverkehr per Bus kommen. Die Bahn beginnt mit Testfahrten auf der neuen Schnellfahrstrecke zwischen Leipzig und Erfurt.

Mein Kommentar: Wenn die leeren ICE-Züge schon auf Testfahrten den S-Bahnbetrieb stören werden, wie wird das dann im Regelbetrieb aussehen?

Flug von Hamburg nach Málaga

Boeing 737 800 nach Málaga
Boeing 737 800 nach Málaga
17.08.14 – Es war ein wunderschöner Flug. Doch bereits bevor es los ging, könnte ich auf Entdeckertour gehen. Denn das letzte Mal war ich vor fast genau 20 Jahren von Hamburg aus gestartet. Damals gab es bereits das Terminal 2, aber noch nicht den Flughafenbahnhof. Und es stand auch noch viel vom alten Gebäude. Inzwischen ist Hamburg zu einem wirklich schönen und komfortablen Airport – es heißt nicht mehr „Flughafen“ – geworden.

Alle Fotos lassen sich übrigens anschauen, wenn Sie in der Übersicht „more“ klicken.
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Feierabend!

S-Bahnhof Leipzig MDR und der Namensgeber im Hintergrund
S-Bahnhof Leipzig MDR und der Namensgeber im Hintergrund
13.08.14 – Der MDR ist Deutschlands einzige Rundfunkanstalt mit eigenem Bahnhof. Das verschnellert den Heimweg.

Brand behinderte Zugverkehr zwischen Halle und Leipzig

Die S5X kommt in Halle Hbf wegen eines Brandes verspätet an.
Die S5X kommt in Halle Hbf wegen eines Brandes verspätet an.

12.08.14 – Auf der Strecke zwischen Leipzig Hbf und Flughafen Leipzig / Halle brannte am Morgen ein Gebäude. Der Giebel drohte auf die Schienen zu fallen. Deshalb gab es Behinderungen, Verspätungen und Ausfälle im Bereich des Fernverkehrs, der S5 und der S5X.

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S-Bahn Mitteldeutschland: S5X während der Hauptverkehrszeit nur mit einem Triebwagen unterwegs

Menschen, Räder, Hunde – die S5X ist überfüllt
Menschen, Räder, Hunde – die S5X ist überfüllt

11.08.14 – Es ist schon fast Gewohnheit: Die S-Bahn Mitteldeutschland setzt auf der Linie S5X nur einen Triebwagen ein. Die Folge: Bereits am Startbahnhof Halle wird Radfahrern der Zutritt verwehrt, weil kein Platz mehr an Bord ist. „S-Bahn Mitteldeutschland: S5X während der Hauptverkehrszeit nur mit einem Triebwagen unterwegs“ weiterlesen

Kommentar zu 100 Tage Mitteldeutsche S-Bahn

MDR INFO, 25.03.14
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Heute vor 100 Tagen rollte die S-Bahn Mitteldeutschland erstmals durch Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Rückrat des Netzes ist der City-Tunnel Leipzig, durch den sechs von sieben Linien fahren. Ich, der jeden Wochentag pendelt, zog in meinem Kommentar für MDR INFO eine persönliche Bilanz.

Stellen sie sich vor, dieser Kommentar würde jetzt nicht kommen und sie würden von einer Computerstimme darüber informiert, dass er sich um drei Minuten verspätet.

Unmöglich.

Mir – als wochentäglicher Pendler – passiert das bei der S-Bahn Mitteldeutschland ständig. Die Bahn meint, nur drei Prozent der Züge verspäten sich um fünf oder mehr Minuten. Offenbar fahre ich immer mit diesen drei Prozent oder stehe gerade dann am Bahnsteig, wenn einer dieser Züge nicht kommt.

Was läuft, perdon, rollt falsch?

Tatsächlich liegt es daran, dass die Verspätungen häufig in den Morgenstunden  auftreten, wenn die meisten Fahrgäste auf dem Weg sind. Betroffen sind dann so gut wie immer die die drei längsten Linien. Es sind also nur drei Prozent der Fahrten, aber eine wesentlich höhere Prozentanzahl der Fahrgäste betroffen.

Rechenkunststücke des Bahnmanagement.  Die Kunst des  Eisenbahners vor Ort dagegen ist es, diese Verspätungen wieder aufzuholen. Und das ist derzeit wirklich ein Kunststück.

Ersatzzügen könnten einspringen. Doch es gibt zu wenig Triebzüge – eigentlich nur fünf mehr, als für den Fahrplan unbedingt notwendig sind. Und die stehen meistens in der Werkstatt. Mit anderen Worten: Es gibt keine Ersatzzüge.

Andere Lösung: Lange Wartezeiten an den Endbahnhöfen, die bei Verspätungen wie Puffer wirken. Doch auch diese Möglichkeit gibt es nicht wirklich. Die Wendezeiten sind  möglichst kurz angelegt, damit die wenigen Züge immer rollen.

Und deshalb fahren verspätete Züge häufig gar nicht erst bis zur Endstation, sondern kehren einfach vorher um, kürzen ab und sind dann auf der Rückfahrt wieder pünktlich. Frust bei den Kunden  an der Endstation, die nicht einmal die Verspätung genießen können, sondern überhaupt keinen Zug sehen. Das darf wirklich nicht sein.

Weiteres Problem: Oft sind die Züge der S-Bahn Mitteldeutschland viel zu kurz mit zu wenig Platz für die Fahrgäste. Auch das liegt an der zu geringen Fahrzeugzahl. Wenn viele Triebzüge in der Werkstatt sind, wird an der Länge der noch im Betrieb befindlichen Zügen gekürzt. So einfach ist das.

Und dann bleibt zum Schluss noch die Information der Fahrgäste: Sehr oft stimmen die vom Computer geregelten Ansagen und Anzeigen nicht  dem tatsächlichen Betriebsablauf überein. So wird dann auch schon mal eine S-Bahn nach Halle angesagt und angezeigt, während tatsächlich ein Zug Richtung Thekla am Bahnsteig steht. Pech für den Beförderungsfall, perdon, Fahrgast, der darauf vertraut, was die Bahn sagt.

Die S-Bahn Mitteldeutschland ist gut und notwendig – nur was die Deutsche Bahn als Betreiber daraus macht, erfüllt noch nicht den Standard.

(c) Michael Voß, www.michael-voss.de

Erneute Ausfälle im Mitteldeutschen S-Bahnnetz

MDR INFO, 14.02.14
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Ausfall der S3 Richtung Leipzig Messe wird oben angezeigt (Foto: Michael Voß)

Mit heftiger Kritik an der Bahn hat der Zweckverband für den Nahverkehr im Raum Leipzig – kurz ZVNL – auf die jüngsten Ausfälle im mitteldeutschen S-Bahnnetz reagiert. Der ZVNL vertritt die Länder, Landkreise und Kommunen als Aufsichtsbehörde für den gesamten Betrieb der neuen S-Bahn.

Information zu S1 nach Leipzig-Messe über Leipzig Hauptbahnhof, Abfahrt 9:37 Uhr fällt heute aus. Wir bitten um Entschultigung.

Was die Computerstimme so trocken, den Fahrgästen mitteilt, hat es in sich. Während der Hauptverkehrszeit am Morgen bis weit hinein in den Vormittag fielen Fahrten der S1 aus. Vorgestern war der Lininenteil zwischen Leipzig-Messe und Leipzig-Stötteritz ganztägig außer Betrieb. Die Begründung der Bahn: Es gebe nicht genug Fahrzeuge. Schuld dafür hatte am Mittwoch eine Havarie vom Vortage, heute lag es demnach an einem Rangierunfall in Halle.

Der Zweckverband für den Nahverkehr im Raum Leipzig sieht das anders. ZVNL-Geschäftsführer Oliver Mietzsch:

Von den 51 Fahrzeugen, die ursprünglich bestellt waren und auch ausgeliefert wurden, fehlen im Moment fünf Fahrzeuge. Gleichwohl kann auch mit 46 Fahrzeugen der Betrieb noch planmäßig gefahren werden.

Trotzdem hat die Bahn zum zweiten Mal in dieser Woche den Betrieb auf einer Teilstrecke eingestellt. Weshalb?

Das fragen wir uns auch. Und das werden wir auch mit DB Regio demnächst besprechen.

Nach Informationen von MDR INFO standen beispielsweise am Mittwoch, als die S1 zwischen Leipzig-Messe und Leipzig-Stötteritz ganztägig außer Betrieb ging, in Markkleeberg-Gaschwitz zwei Triebwagen herum, die nicht genutzt wurden.

Wenn wir feststellen sollten, dass es systematische Fehler gibt, zum Beispiel in der Disposition, von Zügen, dann müssten wir wirklich den Finger in die Wunde legen. Weil: Wir sind uns sicher, wir haben mit dem mitteldeutschen S-Bahnnetz einen Fahrplan bestellt, der auch fahrbar ist. Und insofern wundern wir uns schon, wenn Züge ausfallen, weil das eigentlich nach unserer Einschätzung gar nicht sein müsste.

Kritik gibt es aber auch an den Havarien selbst. ZVNL-Geschäftsführer Oliver Mietzsch:

Unfälle können immer passieren, aber wenn sie sich häufen, wie in dieser Woche, dann gibt es uns Anlass zur sorgen.

Die Deutsche Bahn ist auch heute, wie bereits gestern, zu weitergehenden Aussagen nicht bereit.

(c) Michael Voß, www.michael-voss.de