In eigener Sache: Internetportal verbreitet Falschinformationen über mich

Auf der Seite “isarmatrose.com” des Autoren Tobias Schwarz werden in den Artikeln “Wenn Journalismus ‘Brandstiftung’ betreibt” und “Zum Fall des MDR-Journalisten Michael Voß: Wehret den Anfängen!” diverse nicht zutreffende Vorwürfe gegen mich erhoben. Zusätzlich kommt es auf Twitter und Facebook ebenfalls zu Lügen, Beleidigungen und Diffamierungen durch weitere Personen.

Im Folgenden habe ich die Fakten zu dem Thema zusammengefasst (bei Darstellungsproblemen klicken Sie bitte hier).

Unterstützen Sie die Pegida-Bewegung?
Ich gehöre der Pegida-Bewegung weder an, noch habe ich deren Demonstrationen besucht, noch teile ich deren Meinung.
Sind Sie islamophob?
Das bin ich nicht. Tobias Schwarz unterstellt mir das mehrfach. Doch die einzige Quelle, die er für diese Behauptung findet, ist mein Wunsch, keine muslimischen Lieder in christlichen Kirchen zu hören.

Vor rund 10 Jahren haben meine Frau und ich einen Asylbewerber aus Iran kurzzeitig bei uns in der Familie aufgenommen. Er war aus seinem Land geflüchtet, weil er dort misshandelt wurde. Nach seinen Worten deshalb, weil er als vom Islam zur christlichen Religion gewechselt war. Bin ich deshalb islamophob? Ich denke nicht. Aber ich habe zumindest gesehen, welche Narben Menschen davon tragen, die misshandelt werden, weil sie die Religion wechseln.

Sind Sie ausländerfeindlich?
Ganz klar: Nein. Meine Frau ist geborene Chilenin. Mein Sohn ist Deutsch-Chilene. Und ich habe fast zwei Jahre in Mittelamerika gelebt und gearbeitet.
Haben Sie Angst vor der drohenden Islamisierung des Abendlandes?

Nein, warum sollte ich?

Tobias Schwarz schreibt in seinem Blog-Artikel: “Michael Voß hat offensichtlich Angst vor einer drohenden Islamisierung des Abendlandes und plädiert deshalb für die strikte Trennung dieser beiden Religionen.”
Den altertümlichen Begriff “Abendland” würde ich nie nutzen, da er zum einen nur ungenügend eine Region beschreibt, zum anderen durch eine Protestbewegung derzeitig einseitig belastet ist. Schauen wir einfach nach Deutschland: Hier sind nicht einmal sechs Prozent der Bewohner Muslime. Das kann man nicht als Islamisierung bezeichnen. Selbst wenn es mehr Menschen wären, die an den Islam glauben, hätte ich keine Angst vor meinen Nachbarn mit diesem Glauben.

Angst habe ich vor Islamisten, die als Terroristen auch Menschen ihrer eigenen Religion töten. Angst habe ich vor Extremisten jedweder politischen Richtung.

Bin ich für die Trennung von Christen und Muslime, wie von Tobias Schwarz behauptet?

Selbst im Koran ist Jesus Christus erwähnt. Es verbindet mich als Christ also etwas mit dem Islam. Allerdings haben sich beide Religionen vollständig anders entwickelt. Ein gemeinsamer Gottesdienst wäre für mich nicht vorstellbar, auch wenn das bereits in christlichen Kirchen stattgefunden hat. Doch gemeinsame Veranstaltungen, bei denen man sich näher kennenlernt, sind für mich nicht nur vorstellbar, sondern wünschenswert.

Was ist denn eigentlich los?
Ich habe meine Meinung gepostet.
Tweed zu "muslimischen Liedern"
Tweed zu “muslimischen Liedern”
Das passte einem Tobias Schwarz (“Isarmatrose”) nicht. Und der sorgte für einen Shitstorm, in dem er mich in die Nähe der Pediga-Begung packte und das damit verknüpfte, dass ich Journalist bei MDR INFO sei. Hinzu kamen Verleumdungen und Beschimpfungen auch aus dem Kreise seiner Follower.

Wie aus der Mücke ein Elefant wurde, zeigt diese Twitter-Nutzerin:

"Ostseegöre" feier Enttarnung von Michael Voß
“Ostseegöre” feier Enttarnung von Michael Voß
Sind die auf eine falsche Schlagzeile der Bild-Zeitung reingefallen?
Nein, das bin ich nicht. Ich habe mich zu dem Inhalten einer Forderung geäußert, die ich allerdings zunächst bei Facebook und bei Twitter las. Mir persönlich war egal, von wem die Forderung kam, denn der Inhalt störte mich, und so nahm ich dazu in meinem privaten Twitter-Account am 22.12.14 wie folgt Stellung:

#Muslimische Lieder in #christlichen #Gottesdiensten? Entschuldigung, aber langsam reicht es.

Erst später erfuhr ich, dass eine Bild-Schlagzeile Ausgangspunkt der Diskussion war und wie es zu der Schlagzeile gekommen ist.

Warum haben Sie ihre Veröffentlichung nicht zurückgenommen, als Sie erfuhren, wie die Bild mit dem Grünen-Politiker Omid Nouripour umgangen ist?

Ich habe nicht die Aussage des Grünen-Politikers Omid Nouripour kritisiert. Ich habe eine Forderung, die zu dem Zeitpunkt an vielen Stellen im Internet auftauchte, kritisiert. Erst später erfuhr ich, dass der Ausgangspunkt der Diskussion offenbar die Bild-Redaktion war. Das ändert aber nichts an meiner Meinung, dass die Idee, muslimische Lieder in christlichen Kirche zu singen, absoluter Quatsch ist.

Von dem Moment an bezog ich meine inhaltliche Ablehnung auch auf das, was quasi die Bild-Autoren forderten. Deshalb nehme ich auch meine Aussage nicht zurück.

Der Grünen-Politiker Omid Nouripour hat widersprochen, das Singen muslimischer Lieder in christlichen Kirchen zu fordern. Warum bleiben Sie weiter bei ihrer Kritik?

Ich habe zum Zeitpunkt meiner Veröffentlichung nicht Omid Nouripour kritisiert. Er selbst nimmt auf seinem Facebook-Profil wie folgt Stellung:

Erklärung des Grünen-Politikers Omid Nouripour bei Facebook
Erklärung des Grünen-Politikers Omid Nouripour bei Facebook

Ich habe am 29.12.14 die Gelegenheit mit Omid Nouripour zu telefonieren. Wir sind beide der Meinung, dass es keine Forderung geben darf, das muslimische Lieder in einem christlichen Gottesdienst gesungen werden. Omid Nouripour sagt aber, wie es auch in seinem von mir zitierten Facebook-Artikel steht, dass es natürlich freiwillig möglich sei, wenn es eine christlichen Kirche will, dass muslimische Lieder in dieser Kirchen gesungen werden. Dann sollte es aber auch möglich sein, das christliche Lieder in einer Moscheen gesungen werden. Das sei seine Idee des Austausch. Gegen solch eine Freiwilligkeit habe ich nichts einzuwenden, auch wenn ich das gegenseitige Singen von Liedern persönlich nicht für sinnvoll halte.

Weitere Details zu dem Gespräch können Sie hier nachlesen.

Warum werten Sie die Berichterstattung der Bild so auf?
An einer Stelle der Kritik an meiner Person ist zu lesen: “…durch seine Positionierung zur erfundenen Schlagzeile der BILD-“Zeitung”, diese aufwertet, indem er sie zur Grundlage einer Debatte um religiöses Liedergut machte. ”

Auch das ist falsch, denn ich nehme in meinem Tweet keinerlei Bezug auf die Bild. Dieser Bezug wird mir einfach unterstellt. Von dem Bild-Artikel erfuhr ich erst später.

Haben Sie ihren Kritiker Tobias Schwarz bedroht?
Nein, habe ich nicht. Tobias Schwarz schreibt über mich, ich fiele “allein durch Drohungen” ihm gegenüber auf. Er bleibt aber schuldig, eine dieser Drohungen zu nennen. Kann er auch nicht. Die gibt es nämlich nicht.
Wie können Sie als Redakteur eines öffentlich-rechtlichen Senders so etwas schreiben?

Wie jeder andere arbeitende Mensch habe ich das Recht, auch als Privatperson zu leben. Dabei kann ich entscheiden, was ich bei Facebook und Twitter schreibe.

Deshalb empfinde ich es als besonders unfair, meine Privatmeinung, die ich als Christ zu einem christlichen Thema abgegeben habe, mit meinem Arbeitgeber, dem MDR, zu verbinden. Umsomehr, als dass das Thema nicht mit meinem Berichts- oder Aufgabengebiet zu tun hat.

Bei seinen Veröffentlichungen auf Twitter ergänzt Tobias Schwarz immer wieder “@mdrinfo”, so dass auch die Hörer von MDR INFO, welche Twitter nutzen, seine kruden Thesen und Unwahrheiten erfahren.

In dem Internettext von Tobias Schwarz vergleicht er mich mit einem RTL-Journalisten, dem kürzlich gekündigt wurde, weil er sich gegenüber einem NDR-Kamerateam als Pegida-Demonstrationsteilnehmer ausgegeben hat. Dadurch wird deutlich, was Tobias Schwarz erreichen will, wenn er meine Äußerung im Zusammenhang mit dem MDR setzt – er bringt ins Gespräch, dass man mir deshalb ja kündigen könnte, schränkt dann aber ein: ” … Das ist im Falle von Voß sicher (noch) nicht notwendig …”.

Doch inzwischen will Tobias Schwarz selbst mithelfen, dass es schnell klappt:

Twitter: Isarmatrose will MDR INFO informieren
Twitter: Isarmatrose will MDR INFO informieren
Arbeiten Sie mit dem früheren RBB-Mitarbeiter und Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen zusammen oder gehören Sie seinen Fans an?

Nein, ich habe keinerlei Beziehungen zu Ken Jebsen und distanziere mich von seinen Verschwörungstheorien.

Wer ist Tobias Schwarz?
Das wüsste ich auch gern. Persönlich sind wir uns meines Wissens nie begegnet. Bei Twitter haben wir uns gegenseitig abonniert. Bei Twitter und im Internet verkehrt er unter dem Namen “Isarmatrose”. Bei Facebook nutzt er seinen richtigen Namen. Mehr weiß ich nicht.

Er denkt aufgrund meiner zwei Sätze bei Twitter viel über mich zu wissen, wie er nach Tiefenrecherche herausgefunden hat:

Gefährlicher Journalist
Gefährlicher Journalist
Wer sind die weiteren Kritiker?

Hier habe ich keine vollständige Liste. Kritik ist für mich auch völlig ok. Die ist wichtig. Leider gibt es einige Personen, die gezielt immer wieder Unwahrheiten verbreiten. Und es gibt andere Leute, die mich einfach nur beschimpfen. Auf die beiden Kategorien kann ich verzichten.

Stellvertretend für alle möchte ich hier einen Twitter-Nutzer vorstellen, der ein sehr angespanntes Verhältnis zur “Meinungsfreiheit” hat.

Kommentar zur Meinungsfreiheit
Kommentar zur Meinungsfreiheit
Ich habe eine Frage, die noch unbeantwortet blieb...

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, schicken Sie diese bitte an statement(at)michael-voss.eu. Ich werde die Antworten dann bei Bedarf hier beantworten, kann ihnen dafür aber keine Garantie geben. Nutzen Sie bitte nur diese E-Mailadresse.